What Could Go Wrong?


Da sich komplexe Zusammenhänge oft besser visuell erfassen lassen als durch reine Theorie, wird bewusst mit intuitiven und klaren Grafiken gearbeitet.

Viele starten mit einer einfachen Vorstellung:

„Langfristig bringt der Aktienmarkt etwa 8 % Rendite pro Jahr – also wächst Vermögen relativ stabil über Zeit.“

Diese Vorstellung ist intuitiv – aber sie ist unvollständig.

So gesehen wäre es bei einem Startvermögen von 1,000 € korrekt, nach 30 Jahren ein Endvermögen von

1,0001.0830=10,0631,000 € \cdot 1.08^{30}=10,063 €

anzunehmen.

Das ist jedoch der arithmetische Erwartungswert – nicht das typische Ergebnis. Die Durchschnittsrendite beim S&P 500 lag in der Simulation bei 8.294%, so ergibt sich der im Bild gezeigte Betrag von 10,918 €. Also:

1,0001.0829430=10,9181,000 € \cdot 1.08294^{30}=10,918 €

In der Realität führen schwankende Renditen dazu, dass der sogenannte Volatility Drag wirkt: Verluste wiegen geometrisch stärker als Gewinne gleicher Größe.

Dadurch liegt das tatsächlich „typische“ Ergebnis – der Median alle simulierten Pfade – meist unter dem einfachen 8 %-Pfad.

Der Durchschnitt beschreibt die Mathematik.
Der Median beschreibt die Erfahrung.

Und genau hier beginnt das eigentliche Risiko im Verständnis von Märkten. Das Bild zeigt deshalb nicht eine theoretische Linie, sondern viele mögliche Marktverläufe über 30 Jahre.

Die Simulation basiert auf historischen Renditen seit 1930 und erzeugt viele mögliche Zukunftspfade.

Die Linien zeigen nicht Prognosen, sondern die Streuung möglicher Ergebnisse unter realistischen Marktbedingungen.

Zur Orientierung sind fünf Verläufe hervorgehoben:

95% (sehr günstig)

90% (günstig)

Median (typisch)

10% (ungünstig)

5% (sehr ungünstig)


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