Financially Independent Retire Early


Manche Menschen fragen sich am Sonntag, was die Woche bringt.
Andere wissen es ziemlich genau: Büro, Kalender, Routinen.
Und irgendwo dazwischen steckt die Antwort auf die Frage, ob man eigentlich noch muss – oder schon könnte.

Heatmap mit Wahrscheinlichkeit dass das Kapital ausreicht in Abhängigkeit von Zeithorizont und Startvermögen

Dabei wird ein einfaches Portfolio mit jährlichem Rebalancing angenommen: 60% Aktien und 40% Tagesgeld. Die Aktienrenditen variieren zufällig auf Basis historischer Daten, während das Tagesgeld mit einem konstanten Zinssatz von 2% verzinst wird.

Entscheidend ist die jährliche Entnahme von 30.000 €, die jedes Jahr mit der Inflation wächst. Diese Entnahme reduziert das Vermögen kontinuierlich und bildet den realen Lebensunterhalt ab.

Das Ergebnis ist eine Wahrscheinlichkeitskarte: Sie zeigt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Vermögen über einen bestimmten Zeitraum ausreicht.

Die Visualisierung macht damit sichtbar, was klassische Finanzplanung oft verdeckt: Risiko ist nicht linear – es hängt stark von Marktverläufen, Zeit und Entnahmestrategie ab.

Exemplarisch ist hier der zeitliche Verlauf eines Anfangsvermögens von 500.000 € in 30 Jahren dargestellt:

Monte- Carlo Simulation mit Anfangsvermögen von 500.000 € und Darstellung der Überlebenswahrscheinlichkeit in 30 Jahren mit Aktienquote von 60%

Die Überlebenswahrscheinlichkeit von ca 23% entspricht nicht exakt der in der obigen Tabelle, das liegt an dem zufälligen ziehen vergangener Renditen, die jedes mal zu leicht anderen Ergebnissen führen.

Das gleiche Set-Up, aber statt 60% Aktienquote jetzt 40% führt zu folgendem Ergebnis:

Monte- Carlo Simulation mit Anfangsvermögen von 500.000 € und Darstellung der Überlebenswahrscheinlichkeit in 30 Jahren mit Aktienquote von 40%

Die Überlebenswahrscheinlichkeit tendiert fast gegen null, erstmal vielleicht nicht intuitiv, liegt aber einfach daran, dass man den positiven Erwartungswert des Aktienmarktes benötigt, vor allem wenn das Kapital nicht besonders groß ist.

Diese Simulation stellt eine vereinfachte Modellwelt dar und kann nur eine grobe Orientierung liefern.

Individuelle Lebensumstände wie tatsächliche Ausgaben, Einkommensquellen, steuerliche Effekte oder unerwartete finanzielle Ereignisse werden nicht berücksichtigt.

Die Ergebnisse sind daher nicht als individuelle Finanzprognose zu verstehen, sondern als strukturierte Darstellung möglicher Kapitalverläufe unter historischen Marktdaten und idealisierten Annahmen.

Die folgende interaktive Simulation überführt diese Struktur in ein dynamisches Modell. Startkapital, Entnahmerate, Aktienquote und Zeithorizont lassen sich frei variieren und werden unmittelbar in eine Vielzahl möglicher Kapitalpfade übersetzt.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht der einzelne Verlauf, sondern die Verteilung der Ergebnisse: Wie viele dieser Pfade führen zu Kapitalerhalt – und wie viele scheitern an der Kombination aus Entnahme, Zeit und Volatilität.


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